Studie über Magersucht: Probandinnen gesucht!
(Frohike) - Frauen mit Magersucht können sich im Rahmen einer Untersuchung zur Wirksamkeit von spezialisierten Psychotherapien an der Universitätsklinik Ulm behandeln lassen. Damit sollen langfristig die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene verbessert werden. Die Untersuchung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Frauen, bei denen eine Magersucht (Anorexia nervosa) vorliegt, sind deutlich bis stark untergewichtig, wobei sie das krankheitsbedingt selbst oft gar nicht mehr so wahrnehmen können. Ihre Gedanken drehen sich häufig um das Thema Essen und sie haben ständig Angst dick zu werden, selbst wenn sie schon sehr dünn sind. Sie unternehmen vieles (Diät, Sport, Medikamente…), um nicht zuzunehmen. Anorexie ist auch deshalb eine ernstzunehmende psychosomatische Krankheit, weil sich aufgrund der Mangel- und Fehlernährung im Verlauf ernste körperliche Komplikationen einstellen können. Von allen psychisch bedingten Erkrankungen ist sie mit der höchsten Todesrate verbunden. Bisherige Therapiemöglichkeiten helfen sehr vielen Patientinnen, doch zeigen Langzeituntersuchungen, dass es häufig zu Rückfällen kommt und die Krankheit chronisch verlaufen kann. Daher ist es sehr wichtig zu versuchen, die bisherigen Therapiemethoden weiterzuentwickeln, um zu günstigeren Erkrankungsverläufen und Therapieergebnissen zu kommen.
In dieser wichtigen und bisher größten Studie werden in Ulm und acht weiteren Universitätskliniken solche spezifischen ambulanten Therapien geprüft. Die Patientinnen werden nach einer umfassenden Diagnostik behandelt.
Wer kann teilnehmen: An der Studie teilnehmen können Patientinnen ab 18 Jahre, welche in einer diagnostischen Untersuchung zu Beginn die Kriterien einer Anorexia Nervosa erfüllen. Eine Teilnahme ist nicht möglich bei gleichzeitig schweren psychiatrischen Erkrankungen und akuter Suizidalität, bei Drogenmissbrauch, bei körperlichen Erkrankungen als Ursache des Untergewichts und bei Schwangerschaft. Für die umfassende Diagnostik nach Abschluss der Therapie gibt es eine Aufwandsentschädigung.
Weitere InformationenInteressentinnen, die an der Studie teilnehmen möchten, wenden sich bitte an:
Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie,
Psychotherapeutische Ambulanz.
Leiter: Prof. Dr. Jörn von Wietersheim
Tel.:0731-500-61831
joern.vonwietersheim AT uniklinik-ulm.de
Die Kontaktaufnahme ist auch direkt über Team-Ulm möglich, der Username ist "DrAntop"
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