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Mini Rock Festival 2005 in Horb

(punkrock_guy) - Vom 2.9. bis 3.9. 2005 fand in Horb (hinter Böblingen) das 1. Mini-Rock-Festival statt (www.mini-rock-festival.de).

Das Festival war als 2-tägiges Festival ausgelegt und beendete zu diesem Datum eigentlich die Festival-Saison 2005 hier in Süddeutschland. Am Freitag waren als Headliner die Donots und davor Muff Potter zu sehen, am Samstag Emil Bulls und anschließend 4Lyn.
Nach teilweise stockendem Verkehr auf der A8 vor Stuttgart kamen am Freitag so um 19 Uhr dann auch ich und mein Mitfahrer endlich in Horb an. Wir holten uns unsere Pressekarten trafen auf dem Gelände die Bandmitglieder von Muff Potter, den Donots und anderen Bands welche schon am Freitag gespielt hatten.
Ingo von den Donots erzählte davon dass sie nach langer Zeit wieder einmal komplett von der Polizei angehalten und gefilzt wurden. Die Polizeipräsenz war auch auf dem schön im Tal gelegenen Festival-Gelände eher "übermächtig". Es gelten eben sehr scharfe Sicherheitsvorkehrungen wenn ein Festival zum 1.Mal stattfindet.

Es wurde dann weiter ein bisschen geplaudert, während Muff Potter schon mit dem Soundcheck zu Gange waren.
Um 19.30 Uhr fingen dann Muff Potter an zu spielen und heizten dem Publikum schon einmal ein. Leider waren zu diesem Zeitpunkt, trotz schönem Wetter, nicht arg viele Leute vor der Bühne, aber die ersten paar Reihen waren trotzdem besetzt und pogten und tanzten glücklich zu den krachenden Rock-Songs von Muff Potter mit.
Das anwesende Publikum war von der Show und den Songs so begeistert, dass es Muff Potter erst nach ein paar Zugaben dann auch von der Bühne gehen liessen. Muff Potter fühlten natürlich viel Sympathie mit den Horbern, da sie selbst aus einer "kleinen Stadt" (Rheine) kommen und bedankten sich beim kleinen Publikum dafür, dass dieses so gut gelaunt war.
Nun begann der Umbau und alle warteten gespannt darauf dass es endlich 21.30 Uhr wurde, während sich der Platz vor der Bühne allmählich mit musikbegeisterten Menschen füllte.

Als dann die Donots die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Das Publikum, welches stark euphorisiert war, sang größtenteils die einzelnen Song aus voller Kehle mit und bedankten sich so dafür, dass die Donots auf so ein kleines Festival kamen.
Es wurden natürlich die "ganz großen" Songs wie "We got the noise", "Big mouth", "Whatever happened to the 80's", "Goodbye Routine", etc gespielt, aber auch eine B-Seite und den Song vom Fat Wreck Chords-Sampler "Rock against Bush". Die Donots erzählten dass dies ihr letztes Open-Air-Konzert sein wird und sie nur noch auf Indoor-Festivals spielen würden. Es wurde natürlich auch nicht verheimlicht dass auf diesem noch anstehenden Festival der Besucher 20 Euro zahlt und dann soviel trinken kann wie er will. Ob dies der Wahrheit entspricht, wurde nicht nachgeprüft, aber ein wenig das Publikum zu ärgern ist ja immer erlaubt.
Ich habe mich dann auch mal aus dem Fotograben heraus begeben und bin in die 2 Reihe in die Mitte gegangen um mit den anderen partywilligen Menschen die Donots ein wenig zu feiern. Es ging hier ziemlich hoch her und die Securitys hatten durch Crowd-Surfer meistens sehr viel zu tun.

Als dann Ingo sich dann auch noch in die Zuschauer heben liess und diese mitsingen liess, waren die Donots endgültig die Helden des Abends.
Am Ende, als die Donots von der Bühne gehen wollten, gab es keine Ruhe und man sang, schrie und pfiff so lange, bis die Donots ihre letzte Zugabe gegeben hatten und die Musik wieder aus der Konserve kam. Nach der Show sah man im Publikum in fast ausschliesslich glückliche und auch oft erschöpft Gesichter, aber jeder wusste dass er diese 1 1/2 Stunden nirgendwo lieber gewesen wäre. Man merkte auch den Donots an wie viel Spass sie alle hatten, keiner von ihnen stand bewegungslos auf der Bühne. Ingo sprang ständig auf und ab und Guido (Gitarre), welcher ja sowieso nie still stehen kann, rannte auch von ohne Pause mit seiner Gitarre von der linken zur rechten Bühnenseite und wieder zurück.
Letztendlich war dies eine absolut gelungene Show. Danke Donots für diese wunderschönen 1 1/2 Stunden!

Das Festival-Gelände an sich ist sehr schön gelegen und man kann es gut erreichen. Wenn also nächstes Jahr wieder das Mini-Rock-Festival ruft, dann kann man getrost anreisen und sich sicher sein, dass es unvergesslich werden wird.

Bilder vom Festival gibt es hier

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