Der eingebildete Kranke
() - Die Premiere Molières' Komödie "Der eingebildete Kranke" am 3. Februar 2005 im Ulmer Theater war ein voller Erfolg. Unter der Regie von Wolfgang Hagemann sind alle Schauspieler Molières Komödie gerecht geworden. Der eingebildete Kranke Argan (Renatus Scheibe), der von seiner geldgierigen zweiten Frau Béline (Sybylle Schleicher) "liebevoll" umsorgt wird und dessen Arzt Dr. Purgon (Axel Fündeling) und seine Apothekerin Fleurante (Saskia Richter) ebenfalls nicht über die durch die von ihnen verschriebenen Medikamente erbrachten Einnahmen nicht klagen können, beschließt seine Tochter Angelika (Carolin Engel) zu seinen Gunsten mit Thomas Diafoirus (Roman Weltzien), dem Sohn und Erben des Dr. Diafoirus (Karl Heinz Glaser) zu vermählen. Doch seine Tochter ist seit einer zufälligen Begeng mit Cléante (Nicola Fritzen) unsterblich in diesen verliebt und hat keinerlei Interesse an dem kleinen angehenden Arzt. Glücklicherweise können ihm das vorlaute Hausmädchen Toinette (Annette Faßnacht) und Argans Bruder Béralde (Reinhard Bock), der den medizinischen Wundermitteln 17. Jahrhunderts eindeutig skeptisch gegenübersteht, durch einen Trick die Augen öffnen. Argan erkennt, dass seine Frau nur auf sein Geld aus ist und seine beiden Töchter am liebsten ins Kloster stecken würde, und schickt sie in die Wüste. Ebenso erkennt er, dass er seine Tochter nicht dazu zwingen kann, einen kleinen Möchtegern-Arzt zu heiraten und gibt ihr und Cléante seinen Segen - unter der Bedingung, dass er ein Medizinstudium aufnimmt. Zum Schluss wird aus dem eingebildeten Kranken ein richtiger Kranker, der schlussendlich stirbt.
Mit gutem Molière-Humor und viel Gelächter wurde der Abend durch die witzige Umsetzung der Rolle Toinettes durch Anette Faßnacht und den überraschenden Auftritt des Cléante in der Mitte des Stückes versüßt. Also ein Stück, das, wenn man sich amüsieren will, absolut sehenswert ist.
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