Struwwelpeter meets Ulmer Theater - Shockheaded Peter
() - ...Doch als die Suppe kam herein, Gleich fing er wieder an zu schrei'n: "Ich esse keine Suppe! Nein! Ich esse meine Suppe nicht! Nein, meine Suppe ess' ich nicht!" Am vierten Tage endlich gar Der Kaspar wie ein Fädchen war. Er wog vielleicht ein halbes Lot - Und war am fünften Tage tot.
...verhungerte, ertrunkene Kinder, Meuchelmörder, die, gemeiner als Freddy Krüger, eiskalt überlebenswichtige Körperteile abschneiden, Killerhasen und Massenbrände... Neue Gruselfilmsensation, FSK 18? Nein, ein Kinderbuch auf der Bühne. Die unartigen Helden aus Dr. Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter leben im Ulmer Theater wieder auf. Sie zündeln, lutschen am Daumen, essen ihre Suppe nicht und bekommen dafür die wohlverdiente Strafe: den grausamen aber faszinierenden Tod. Wer als Kind bereits mit Hans Guck-in-die-Luft, dem Zappel-Philipp und dem fliegenden Robert mitfühlte, und nach solchen Gute-Nacht-Geschichten immer die Nachtleuchte brennen ließ, wird sich köstlich amüsieren. Auch in "Shockheaded Peter" fließt Ketchup-Blut in Massen und es fliegen genügend abgeschnittene Finger durch die Gegend. Doch diesmal ist es nicht gruselig, nein, es ist unterhaltsam, voll von schwarzem Humor und schaurig-schön. Martin Jacques und seine Band "The Tiger Lillies" brachten den "Shockheaded Peter" auf die Bühne und landeten damit einen wahrhaften Musical-Erfolg. Haarsträubendes Vergnügen für Ohren, Augen und den Verstand.
Noch bis zum 13. Januar im Podium des Ulmer Theaters. Spielplan und Kartenvorbestellung über http://theater.ulm.de
P.S.: Am Dienstag, dem 23. November geht DOPIUM-UL in eine neue Runde! Mehr unter http://theater.ulm.de
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