Techno im Club Mirage
() - Der geneigte Freund tanzbarer elektronischer Musik hatte es bisher schwer im Großraum Ulm. Die Zeiten der großen Technoparties sind vorbei - man möchte beinahe sagen, so eine Zeit gab es bei uns im eigentlichen Sinne nie so recht. Wer ein paar Jahre zurückdenkt, mag sich noch an einige Veranstaltungen erinnern, die aber nach Problemen mit diversen Ordnungsbehörden ein jähes und unangenehmes Ende fanden.
Wer also einmal eine Party abseits der Mainstream-Musik-Schiene feiern wollte, hatte kaum eine andere Wahl als die Fahrt nach München, Stuttgart oder vielleicht noch Bad Grönenbach. Ulm blieb unterdessen Black-Hochburg, allenfalls ein wenig House hier und da, sowie einige Sonderveranstaltungen sorgten für Abwechslung - bis jetzt. Im Sendener "Club Mirage" wird nämlich ab sofort jeden Donnerstag Techno auf den Plattentellern liegen; zur nachvollziehbaren Freude aller Techno-Fans.
Wem der "Club Mirage" jetzt auf Anhieb nichts sagt, der darf beruhigt bleiben: Bislang richtete der sich nämlich an ein, äh, sehr eng gefaßtes Publikum, um es mal schön politisch korrekt zu sagen. Damit haben die Techno-Nächte am Donnerstag jedoch rein gar nichts zu tun; Die verschiedenen Abende laufen nämlich unter verschiedenen Veranstaltern, die lediglich dieselbe Lokalität benutzen und unter demselben Namen firmieren. Oder anders gesagt: Das Publikum eines Abends hat mit dem Publikum eines anderen Abends ziemlich genau gar nichts zu tun.
Diesen Ort haben sich jetzt jedenfalls die zwei Köpfe des Projekts, Arne und Tobi, für ihre Techno- und Trance-Sessions gesichert, und schon gleich zur Eröffnung gingen sie in die Vollen: Am ersten Abend stand kein geringerer als DJ Warmduscher hinter den Plattentellern und sorgte für harte Klänge. In dieser Größenordnung geht es auch am 14. Oktober weiter, dann werden nämlich Martin Eyerer - bekannt von Radio Sunshine - sowie Szenegröße Niels van Gogh den Takt angeben.
Über die Standortwahl waren im Vorfeld kritische Stimmen laut geworden: Senden sei vielleicht nicht die beste Wahl, es gebe doch bessere Lokalitäten in Ulm. In dieser Kritik scheint durchaus ein Quentchen Wahrheit zu stecken, der Besucheransturm beim Eröffnungsabend fiel nämlich keineswegs so groß aus, wie sich die Planer das erhofft hatten. Senden ist allerdings mit seinem Autobahnanschluß keineswegs am sprichwörtlichen "Arsch der Welt", und auch die von Ulm gewohnte Parkplatzsuche ist dort - Dank des riesigen Supermarkt-Parkplatzareals direkt vor der Haustüre - kein Thema. Damit bleibt zu hoffen, daß nächsten Donnerstag die Beats von Martin Eyerer und Niels van Gogh mehr Techno-Fans ins Illertal ziehen. Wünschenswert wäre das angesichts der in Ulm wirklich schweren Vernachlässigung von Techno und Trance - Team-Ulm.de wünscht auf jeden Fall viel Erfolg!
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