Edwin-Scharff-Museum gewinnt Designpreis
(Frohike) - Die Plakate des Edwin-Scharff-Museums in Neu-Ulm gefallen. Sie gefallen den Besuchern, die gerade eben erst in einer neuen Rekordzahl von mehr als 15 000 Besuchern in die Sonderausstellung zu Wilhelm Busch gekommen sind. Und sie gefallen vor allen Dingen auch einer internationalen Jury: Das Plakat zur Erfolgsaustellung des vergangenen Jahres „Steht bloß rum und ist nackt? - Skulptur entdecken!“ hat soeben eine sehr renommierte und seltene Auszeichnung erfahren. Es wurde mit dem iF communication design award in Gold ausgezeichnet. Dabei hatte das Plakat sich gegen 1 290 eingereichte Arbeiten aus 16 Ländern durchzusetzen. 310 Teilnehmer erhielten eine Auszeichnung. Nur 30 wurden mit dem Preis in Gold dekoriert, darunter das Skulpturen-Plakat aus Neu-Ulm. Der iF award wird seit 1954 in 24 Sparten verliehen, seit fünf Jahren auch in der Kategorie „print media Typography“, in der das Edwin Scharff Museum erfolgreich war. Er zählt zu den bedeutendsten Designwettbewerben der Welt.
Doch damit nicht genug. Das Plakat, das es in drei Farbversionen gibt, war zuvor schon unter die „100 besten deutschen Plakate“ Deutschlands, Österreichs und der Schweiz für das Jahr 2007 gewählt worden. Die prämierten Plakate sind im Oktober in Luzern und ab 19. November in einer Ausstellung in Wien zu sehen. Aus dieser 100er-Auswahl präsentierte das renommierte Politik-Magazin „Cicero“ eine noch reduziertere Zahl und stellte das Edwin-Scharff-Plakat in seinem Heft als eines seiner „Top 20“ der 100 besten Plakate im Bild vor.
Und noch ein Prädikat für das Skulptur-Plakat des Edwin-Scharff-Museums: Bisher hatte es unter den gold awards noch keine Kulturplakate gegeben. Plakate des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart oder des Schmuckmuseums Pforzheim waren im iF-Wettbewerb zwar auch schon erfolgreich, bekamen aber „nur“ den award ohne Gold.
Museumsleiterin Dr. Helga Gutbrod freut sich sehr über die Auszeichnung: „Sie belegt, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind. Für uns ist nicht nur die Ausstellung, die wir jeweils individuell konzipieren, wichtig, sondern auch die stimmige ‚Verpackung’, die zur Ausstellung passende Gestaltung. Und da freuen wir uns, dass wir mit dem DesignbüroDrasdo einen innovativen Partner gefunden haben, der das Museum seit Bestehen grafisch begleitet und für unseren gestalterischen Auftritt seit Beginn verantwortlich zeichnet. Das reicht von der Einladung über das Faltblatt bis zur Ausstellungsgestaltung. Das Plakat übernimmt darin mit seinem immer wiederkehrenden Motiv natürlich eine zentrale Rolle.“ Für das Museumsteam ist der Preis ein ermunternder Ansporn.
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