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Kulturnacht in Ulm

(Bold) - Die mittlerweile 8. Kulturnacht trieb auch diesmal sicherlich nicht nur Kunst- und Kulturliebhaber auf die gutbesuchten nächtlichen Straßen und Ausstellungsorte Ulms. Auch ein neugieriges, in Sachen Kultur bisher unerfahrenes Duo wollte einmal testen, was Ulm und Umgebung diesbezüglich zu bieten hat und machte sich unerschrocken und gespannt zu seiner 1. Anlaufstation.

Dies war das Gemeindehaus der St. Georgs Kirche. Hier gaben der A-Capella-Chor der „Kählen Kehlen“ zum 2. und vorletzten Mal an diesem Abend zum Teil deutsche und internationale Hits aus unterschiedlichen Musikrichtungen zum Besten. Liebeslieder, Songs über diverse Verkehrsmittel (unter anderem „Fahrrad“ von den Prinzen), lustige Lieder, Oldies und sogar ein in Techno-Version umgewan-deltes „Alle meine Entchen“ - alles war vertreten. Die passenden Zwischenansagen des Frontmannes und die lustigen Showeinlagen während der Songs rundeten den in allen Punkten gelungenen Auftritt der 8 stimmlich überzeugenden Sänger ab. Nicht nur mich haben die Kählen Kehlen mit ihrem herzlichen Gesangserlebnis überzeugt – auch die Zuschauer um mich herum hatten nach dem Auftritt ein Lächeln im Gesicht.

Weiter ging es zum Judenhof, wo es um 21.00 Uhr die „Feuer-Luft-Show“ des Kinder- und Jugendzirkus Serrando zu bestaunen gab. Mit einer Vorführung zum Thema „Luft“ vollzog eine junge Artisitin einige Figuren mit beziehungsweise in einem Reifen, der mit einem Seil an einem Holzbalken befestigt war. Untermalt wurde das ganze mit meditativen Klängen, was sich in seiner Pracht sehr schön ergänzt hatte. Danach kamen noch einige Vorstellungen mit Feuer, unter anderem wurde zu Metallicas „Nothing else matters“ mit Feuerbengalen jongliert, was beim Publikum ebenfalls sehr für Beifall sorgte bevor am Ende alle Artisten nochmals mit brennenden Fackeln Formationen liefen und jonglierten.

Die Bregenzer Mittelalter-Band „Ragnaroek“ war der nächste Programmpunkt, den wir uns ansehen wollten. Mit dem Bus ging es also dann in Richtung Cat. Die vier Herren, die im leider sehr kleinen, räumlich begrenzten „Bühnenraum“ unter ihren Fellen und in den mittlalterlichen Kostümen schwitzen, beherrschten ihre Instrumente tadellos und spätestens nach dem dritten Song wippten beziehungsweise nickten zumindest auch einige Füße beziehungsweise Köpfe, während vorne schon von einigen Besuchern, wenn auch erst zaghaft das Tanzbein zum Trommelrhyhtmus geschwungen wurde. Auch die Ansagen zwischen den Songs sorgten beim begeisterten Cat-Publikum für Lachen, jedoch habe ich eines vermisst: den Gesang. Ragnaroek haben sich musikalisch nicht hinter anderen neuen Bands ihres Genres zu verstecken, jedoch wäre gerade für den Laien, der in Sachen Dudelsack-Melodien oft kein Gehör für den feinen Melodienunterschied besitzt, ein bisschen Text im Song abwechslungsreich gewesen.

Unser letztes Ziel war erneut die schon zuvor besuchte „Weishaupt Galerie“ in Ulms neuer Mitte, die wir jedoch zu früherem Zeitpunkt leider schnell wieder verlassen mussten, da die Ausstellung überfüllt war. Ein erneuter Anlauf gegen 22.00 Uhr war also der Plan und obwohl die Leute noch immer aus allen Ecken durch Ulm strömten, schien diesmal mehr Platz für uns in der Galerie zu sein. Also schauten wir uns um und staunten nicht schlecht über die zum Teil doch sehr einfachen als auch krassen Gemälde und Kunstobjekte.

Nach einem Abstecher über den Steg ins Ulmer Museum, in dem unten im Eingangsbereich die „Mariko Voices“ mit ihrem Gesang für Begeisterung beim Publikum sorgten, machten wir uns auf den Heimweg. Diese Kulturnacht war für uns leider nicht lang, zu sehen hätte es noch so viel mehr gehabt, jedoch bin ich wirklich begeistert gewesen und weiß schon jetzt, dass ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein möchte.

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