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Montag Freispiel, Dienstag Kitsch und Küchenlieder
(Frohike) - Montag wieder Freispiel im Podium„Freispiel 20“ mit Andreas Usenbenz, Norbert Schrammel und Gregor Quade bringt meisterhafte Klangkollagen und visuelle Performance
Solos und Duos des Pianisten Norbert Schrammel und des Laptop-Künstlers Andreas Usenbenz gibt es am Montag, 18.02.2008, um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt im Rahmen der Freispiel-Reihe im Podium des Theaters Ulm zu hören. Die Zuhörer werden an diesem Abend erfahren, was Andreas Usenbenz zur Symbiose zwischen alten und neuen Medien zu sagen hat: Schallplatten sind die Basis, das universelle Grundelement der Session. Der digital-elektronische Teil erfasst, spekuliert, transformiert und heraus kommt eine meisterhafte Klangkollage in spezieller Form.
Unter dem Motto „Treue zum Augenblick statt Notentreue“ führt Norbert Schrammel über das Klavier ein Gespräch, spontan, aus dem Moment. Worte und Grammatik dieser Sprache entstammen der Tradition des klassischen bis modernen Repertoires, die Form aber ist völlig frei und wird ohne Vorbereitung entstehen, ohne Ziel, vielleicht aber mit Findung eines Themas. Flüstern ist möglich, Schreien vielleicht auch, Zuhören am wichtigsten. Gespürte Gesprächspartner sind die anderen im Raum, der Saal, die Stille, Zufallsgeräusche und – Andreas Usenbenz.
Für visuelle Bereicherungen sorgt Gregor Quade mit einer Performance aus kleinen, ineinander übergehenden Visuals, die über eine Beamer projiziert werden.
Freispiel 20
mit Andreas Usenbenz, Norbert Schrammel und Gregor Quade
18.02.2008, 19.30 Uhr, Podium
Eintritt frei
Kitsch und Küchenlieder in der Podium.barDienstag bringen die Schwestern Petra und Sibylle Schleicher Balladen und Moritaten aus einem anderen Jahrhundert
Von gefährlicher Liebe und ewiger Treue, von stolzen Jungfrauen und seltsamen Mordtaten, von frivolen Räubern und weitverschrienen Wildschützen, von Schuld und Sühne erzählen die Schwestern Petra und Sibylle Schleicher am Dienstag, 19.02.2008, um 19.30 Uhr in ihrer szenischen Lesung „Zürnet nicht, ihr morschen Totenbeine“: Balladen und Moritaten, sanft begleitet auf Gitarre, Harmonika, Bass und Drehleier: Kitschliteratur aus der Zeit der vergangenen Jahrhundertwende (von F. Kempner, L. Gruska, M. Madleine, J. Schrader, J. Rodenberg und anderen), verflochten mit erbaulichen Grabinschriften aus dem alpenländischen Raum, umrahmt mit Moritaten und anmutigen Liedern aus der Küche, die von Zither, Harmonika, Gitarre, Trommel und einer singenden Säge begleitet werden.
Woher sie auch kamen, diese halbvergessenen Perlen – namenlos aus alter Zeit, aus beliebten Opern oder Singspielen, herausgegeben in Kalendern oder Jahrbüchern und komponiert von Menschen, deren Namen vergessen wurden – wo also auch immer die Quelle lag: alle diese Lieder wurden von den Völkern immer wieder gesungen, von Nord nach Süd, von Westen nach Ost. Sie schliffen sich ab im Laufe der Zeit, verloren Strophen oder nahmen neue auf, sie wechselten je nach Vorliebe ihre Melodien und endeten alle einmal in der Küche – und das war kein schlechtes Schicksal. Hier in der Küche, beim Geschirrabwaschen und Erdäpfelschälen, haben auch die Schwestern Petra und Sibylle Schleicher ihre Liebe zu diesen Liedern entdeckt.
Petra Schleicher, geboren 1958, ist ausgebildete Musiktherapeutin und Sonderschullehrerin und lebt mit ihrer Familie in Stubenberg/Steiermark. Sie trat bereits im letzten Jahrhundert mit ihrer Schwester in diversen Küchenlieder- und Chansonprogrammen auf. Sibylle Schleicher, geboren 1960, ebenfalls in der Steiermark, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Sie ist seit 2001 Ensemblemitglied am Theater Ulm und ist als Schriftstellerin in Deutschland, Österreich und Polen tätig.
Open Gig
„Zürnet nicht, ihr morschen Totenbeine“
Kitsch& Küchenlieder aus einem anderen Jahrhundert
Den Liebhabern verklungener Poesie ans Herz gelegt von Petra und Sibylle Schleicher
19.02.2008, Podium.bar, 19.30 Uhr
Eintritt: 5 Euro
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