Samstag startet der lebende Adventskalender
(Frohike) - Jeden Tag geht ein neues Türchen auf, und das Theater Ulm schwärmt aus: Sänger, Schauspieler, Tänzer und Mitglieder des Chors und des Philharmonischen Orchesters bringen im Dezember an jedem Tag bis zum Heiligen Abend den Advent in die unterschiedlichsten sozialen Einrichtungen Ulms und Neu-Ulms – von Kindergärten, -kliniken und -heimen über Wohneinrichtungen für körperlich und geistig behinderte Menschen bis zu Seniorenheimen und dem stationären Hospiz Ulms. Ein lebender Adventskalender voller Überraschungen und vorweihnachtlichem Zauber.
Ausgedacht hat sich das Ganze die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Theaters Ulm, Dr. Christine Tretow, denn für sie hat ein Stadttheater nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern auch eine soziale Verantwortung in der Stadt und Region: „Menschen, denen aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen ein „normales Leben“ und/oder die Teilhabe an den kulturellen Angeboten der Stadt nicht möglich ist, kann das Theater ein Stück Freude und Erlebnis bringen, das Ihnen aufgrund Ihres Schicksals sonst verwehrt ist.“ Für sie war es daher naheliegend, mit dem „Lebenden Adventskalender“ auch die SÜDWEST PRESSE „Aktion 100.000 und Ulmer helft“ ideell zu unterstützen.
Gestartet wird am Samstag, 1. Dezember. Dann öffnen Sängersolist Jie Mei, begleitet von Studienleiter Michael Weiger am Klavier und Pressesprecherin Dr. Christine Tretow, die erste Tür des Kalenders und besuchen das Elisa Seniorenstift in Ulm. Bassist Jie Mei wird aus seinem großen Solo-Repertoire u.a. die Registerarie aus Mozarts „Don Giovanni“, eine Arie aus Verdis „Ernani“ und ein Lied aus seiner chinesischen Heimat a capella zu Gehör bringen und Christine Tretow mit einer Geschichte von Karl H. Waggerl der Frage nachgehen, „Worüber das Christkind lächeln musste.“
Am Sonntag, 2. Dezember, werden Sopranistin Hélène Lindqvist und Tenor Gerd Jaburek, begleitet von Repetitorin Alwina Meissner am Klavier, an die Tür der Donau-Iller Wohnstätte Jungingen klopfen, ein Wohnheim für geistig und körperlich behinderte Menschen. Neben Arien und einem Duett aus dem „Vogelhändler“ werden Hélène Lindqvist mit einem schwedischen und Gerd Jaburek mit einem tiroler Weihnachtslied den ersten Advent zu den zwischen 25 und 78 Jahren alten Bewohnern bringen. Und am Montag, 03.12.2007, besucht Schauspieler Gunther Nickles den Evangelischen Kindergarten Kapellen und wird in der Einrichtung für behinderte und nichtbehinderte Kinder sein Bilderbuch-Kino „Der kleine Weihnachtsmann geht in die Stadt“ aufschlagen.
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