Samstag Nacht: Lesung im Podium
(Frohike) - Das ehemalige RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock hat die Ereignisse der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober 1977 (die Erstürmung der entführten Lufthansa-Maschine und den darauf folgenden Tod der in Stammheim inhaftierten Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe) in einem Theaterstück verarbeitet, aus dem er erstmalig am kommenden Samstag, 24.11.2007, um 22.30 Uhr im Podium Ausschnitte liest.
Boock, der selbst eine lange Haftstrafe verbüßt hat,
Boock, der sich 1980 von der RAF lossagte und 1998 nach siebzehn Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat bereits mehrere Bücher zum Thema RAF verfasst, darunter Gedichte und Romane. In seinem bisher unveröffentlichten Theaterstück „Die Nacht von Stammheim“ beschreibt er eindringlich und authentisch die Atmosphäre der Schicksalsnacht des "Deutschen Herbstes" und zugleich den Umgang mit dem Erbe der RAF aus Sicht eines ehemaligen RAF-Mitglieds.
Worum geht es? Ein Mann wird nach 28 Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Er versucht Fuß zu fassen, will ein neues Leben anfangen. In seiner Nachbarschaft trifft er auf eine junge Frau, die mitbekommen hat, dass er ehemaliges RAF-Mitglied ist und Interesse an ihm hat. Der Mann ist auf der Suche nach seinem Sohn, zu dem er keinen Kontakt hat, weil er in seinem Prozess seine damalige schwangere Freundin dazu gebracht hat, als Kronzeugin zu fungieren. Eine Odyssee mit unerwarteten Schwierigkeiten beginnt...
Im Anschluss an die Lesung ist Peter-Jürgen Boock an einer Diskussion mit dem Publikum interessiert.
Dreißig Jahre Deutscher Herbst
Die Nacht von Stammheim
Peter-Jürgen Boock liest aus seinem bisher unveröffentlichten Theaterstück
24.11.2007, 22.30 Uhr, Podium
Eintritt: 5 Euro
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