Kleine Engel
(Lenchen20) - Ein Stück für alle ab 8 von Marco Baliani
Premiere: Samstag, 27.10.2007, 16 Uhr, Podium des Theaters Ulm
Kooperation mit der adk-ulm
Was braucht es um ein Engel zu werden und im Himmel arbeiten zu können? – Flügel? Goldene Locken?
Assunta, eine arbeitslose Putzfrau ist überzeugt davon, dass Engel sie an der letzten Laterne der Stadt abholen und ihr Arbeit geben werden. Nach anfänglicher Skepsis überzeugt sie auch Rocco, einen ebenfalls arbeitslosen Fabrikarbeiter davon, der wie sie, von einem geheimnisvollen Mann zu dieser Laterne geschickt wurde. Beiden hatte er versprochen, dass sie dort Arbeit bekommen würden und somit die Zeit des Übernachtens am Bahnhof und dem fehlenden Geld für Essen ein Ende hätte.
Er, Rocco, wird als Monteur die Wolken über der Stadt herstellen und sie, Assunta, wird diese putzen und polieren, um sie dann über den Himmel ziehen zu lassen. In allen Farben und Formen malen sich die beiden ihre Zukunft aus und verbringen die Zeit des Wartens mit Flugübungen und ihren Zukunftsvorstellungen. Schließlich muss man auf den Himmel vorbereitet sein.
Bei dem knapp einstündigen Kindertheater handelt es sich um ein poetisches Stück, das hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist, jedoch meiner Meinung nach auch für Erwachsene einen Besuch wert ist.
Was sind Wunschträume und wo beginnt die Realität? Was ist erträglich und wozu dient die Hoffnung? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigt sich das Stück. Vor allem ein Grundwert wird dem Zuschauer ins Gedächtnis gerufen – Freundschaft – und wie tröstlich diese sein kann.
Autor des Stückes ist Marco Baliani, der schon viele Stücke für Kindertheater veröffentlichte. Einige dieser wurden mit dem Premio Stregagatto, dem höchsten italienischen Preis für Kindertheater ausgezeichnet. „Kleine Engel“ erhielt den Preis im Jahr 1993.
Die Regisseurin Stephanie Kurz arbeitet in diesem Stück mit den Schauspielstudenten Christian Peters und Christina Einbock der adk-ulm zusammen, die versuchen den Kindern Themen wie Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und Armut in Verbindung mit Hoffnung und Wunschträumen näher zu bringen. Um dies auf sensible Art und Weise zu erreichen, sind viele der Szenen sehr spielerisch und auch zum Teil humorvoll dargestellt.
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