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Freundinnen im AuGuS-Theater

(Frohike) - Das AuGuSTheater Neu-Ulm hat "Freundinnen" praktisch uraufgeführt. Zwar gibt es eine Option der Berliner Produktionsfirma "Arena" (hat auch "Caveman" produziert), die das Stück mit Esther Schweins als Regisseurin und bekannten TV-Darstellerinnen machen will, aber de facto ist es eben doch in Neu-Ulm zum ersten Mal auf die Bretter gebracht worden.

Die Autoren Daniel Maximilian & Thomas Pauli waren zur Premiere extra von ihrem Wohnort Dublin nach Neu-Ulm gekommen und von der Inszenierung sehr angetan. "Freundinnen" ist das erste Theaterstück der beiden erfolgreichen TV-Drehbuchschreiber, und ihnen ist auf Anhieb ein Stück geglückt, das nicht kalt lässt.

Das Theater hat auch das Seinige dazu beigetragen. Es wurde das aufwendigste Bühnenbild in den bisher 13 Jahren seiner Existenz gebaut, die Kostüme sind richtig ausgeklügelt und edel. Und vor allem: Als Partnerinnen der immer fulminanten Theaterleiterin Claudia Riese wurden zwei ausgesprochen tolle Kolleginnen engagiert. Susanne Beck aus Augsburg gehörte vorher sieben Jahre zum Ensemble des berühmt-berüchtigten Theater- und Filmmannes Walter Bockmeier. Und Irene Budischowsky hat in Wien praktisch auf jeder großen Bühne gespielt, war an mehreren deutschen Theatern engagiert und zudem in TV-Produktionen wie "Kaisermühlenblues", "Kommissar Rex" und vielen anderen zu sehen.

Alles in allem hat das Theater Neu-Ulm die bei der Premiere anwesenden Experten, die das Theater bislang nicht kannten, mit der Inszenierung von "Freundinnen" höchst angenehm überrascht.

Für Daniel Maximilian und Thomas Pauli, die sonst immer am Morgen nach der Sendung ihrer Stücke auf die Einschaltquoten schauen, war es ein absolut neues Erlebnis, direkt und unmittelbar im Publikumzu erleben, wie die Zuschauerinnen und Zuschauer reagieren. Wie Sie es fanden? "Gänsehaut!" Insofern fanden sie, dass sich der Weg von Dublin, wo beide inzwischen wohnen, sehr gelohnt hat. "Eure gelungene Inszenierung inspiriert uns, das Stück nochmals heftig zu bearbeiten", sagte sinngemäß der ebenfalls bei der Premiere anwesende Leiter des Fischerverlages, Uwe B. Carstens.

Und da waren noch zwei Theaterkollegen mit von der Partie, die mit Lob
nicht geizten und die Neu-Ulmer mit ihrem Urteil aus berufenem Munde
stolz machten: Zum einen Horst Johanning, der Vorsitzende der Privattheatergruppe
im Deutschen Bühnenverein und Chef des "Contra-Kreis Theater" in Bonn, sowie Georg Mittendrein, der in seiner Geburtsstadt Wien Schauspiel und Regie am Max-Reinhardt-Seminar studierte und nach mehreren Jahren als Schauspieler und Regisseur das "Jura Soyfer-Theater" gründete und zehn Jahre lang leitete, bevor es ihn nach Deutschland zog und er 1991 zum Intendanten des Landestheaters Altenburg in Thüringen berufen wurde.

Klar, dass es viel zu fachsimpeln und zu parlieren gab. (Für Heinz Koch besonders toll das Intermezzo mit Dr. (Quantenphysik) Daniel Maximilian über Urknall und nichtlineare Dynamik (Chaostheorie), wie sie im Programm "Liebe & andere Katastrofen. Passen Männer und Frauen üüüberhaupt zusammen?" verarbeitet sind. Dr. Maximilian hat da auch noch Texte auf Lager, die wohl demnächst per Mail in Neu-Ulm eintreffen werden.

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