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"Ein Sommernachtstraum" im Ulmer Theater

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"O ärgert Euch an meiner Unschuld nicht!
Die Liebe deute, was die Liebe spricht.
Ich meinte nur, mein Herz sei Eurem so verbunden,
Daß nur ein Herz in beiden wird gefunden.
Verkettet hat zwei Busen unser Schwur:
So wohnt in zweien eine Treue nur.
Erlaubet denn, daß ich mich zu Euch füge,
Denn, Herz, ich lüge nicht, wenn ich so liege. "


Der Feenkönig Oberon und seine Gattin zürnen miteinander, leben voneinander getrennt, aber doch in ein und demselben Wald in der Nähe von Athen. In diesen Wald kommen zwei Liebespaare: Helena, die den Demetrius, Demetrius, der die Hermia, Hermia, die den Lysander, Lysander, der die Helena liebt. Oberon erbarmt sich der Liebenden und lässt durch einen Diener Puck - nachdem dieser durch Schelmerei zuerst das Blatt gewendet und neue Verwirrungen angerichtet - durch einen Zaubersaft das Gleichgewicht herstellen.


Um diese Zeit soll auch am Hofe von Athen die Hochzeit des Theseus mit Hippolyta gefeiert werden. Der Handwerker Zettel kommt mit einigen Gesinnungsgenossen in den Wald, um ein Festspiel zu probieren, das bei der Hochzeitsfeier aufgeführt werden soll.
Puck vertreibt die Handwerker. Oberon benützt aber den einfältigen Zettel, seiner Gemahlin einen Streich zu spielen. Er lässt auf Titanias Augen von dem Liebeszaubersaft tröpfeln, und so hält die Feenkönigin den mit einem Eselskopf (in der Aufführung des Ulmer Theaters mit Esels-Unterkörper) versehenen Zettel für einen Liebesgott. Schließlich löst Oberons Lilienstab alle Verwicklungen und Zaubereien. Theseus' Hochzeit wird gefeiert, die Handwerker führen ihre groteske Tragikomödie von Pyramus und Thisbe auf. Demetrius erhält Helena, Hermia den Lysander und Oberon selbst feiert mit Titania seine Versöhnung.


Die Inszenierung des Ulmer Theaters hat ein sehr ausgefallenes Bühnenbild, welches nicht durch überflüssigen Schnickschnack versucht von der eigentlichen Handlung abzulenken. Des weiteren wird so mit der Umwelt interagiert, dass man weitere Kulissen keineswegs vermisst. Die Inszenierung unter Ansgar Haag orientiert sich soweit am Original, allerdings wird die Handlung auch durch kleine „Seitensprünge“ aufgepeppt, wie durch die Tatsache dass „Zettel“ nicht mit Eselskopf, sondern mit einem Esels-Unterkörper ausgestattet wird.
Letzten Endes bleibt mir nur noch zu sagen, dass diese Komödie einfach einen Besuch wert ist, vor allem bei den nun anstehenden langen Winterabenden.

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