Martha oder der Markt zu Richmond
(cheergirly) - Was passiert, wenn zwei reiche und verwöhnte Gören von ihrem bequemen, luxuriösen Leben gelangweilt sind? Wenn weder teure Pelze noch Rosensträuße und wohlgeborene Verehrer Zerstreuung bieten? Richtig, Abenteuer müssen her!
Lady Harriet, die Hofdame der Königin und ihre Freundin Nancy beschließen, dem Alltagstrott zu entfliehen, indem sie als Dienstmädchen verkleidet den Mägdemarkt aufsuchen. Lord Tristan, ein jahrelanger Verehrer von Lady Harriet, begleitet sie widerwillig.
Doch dieses Unterfangen wird um einiges abenteuerlicher als es den beiden Ladys lieb ist. Die beiden schließen spaßeshalber einen Arbeitsvertrag mit den Pächtern Lyonel und Plumkett, den sie nicht mehr kündigen können. Die adligen Damen sind gezwungen, ein Jahr lang als Mägde zu arbeiten.
Zwar ändern Lady Harriet und Nancy ihre Namen und werden zu Martha und Julia, doch dies vergrößert ihr Können in Punkt Feld- und Hausarbeit nicht unbedingt. Die beiden sind sogar mit den einfachsten Arbeiten nicht vertraut. Trotz dessen verlieben sich Lyonel und Plumkett unsterblich in die unfähigen „Mägde“. Doch können die einfachen Pächter das Herz der stolzen, verzogenen Ladys erobern?
Friedrich von Flotows „Martha oder Der Markt zu Richmond“ ist eine komische Oper – fröhlich und farbenfroh erfreut sie des Zuschauers Blick und Gehör. Zwar liegt „Martha“ eine nicht sonderlich anspruchsvolle Geschichte zu Grunde, die stark an Paris Hiltons „The Simple Life“ erinnert, doch sie ist eine unterhaltsame Oper voller Humor, am Ulmer Theater mit glänzender Besetzung und einem hervorragendem Dirigenten. Ein angenehmer Abend und gute Laune sind auf jeden Fall garantiert.
Lady Harriet: Maria Rosendorfsky („Wiener Blut“, „Eine Nacht in Venedig“, „Cosi Fan Tutte“)
Nancy: Gillian Crichton („Otello“, „La Vida Breve“, „Cosi fanTutte“)
Lyonel: Ks. Hans-Günther Dotzauer
Plumkett: Ks. Wilhelm Eyberg von Wertenegg
Lord Tristan: Erwin Belakowitsch („Der Barbier Von Siviglia“, „Eine Nacht in Venedig“, „Wiener Blut“, „Cosi Fan Tutte“)
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