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Antigone im Ulmer Theater

(Tinitoon) - Kreon, der König von Theben, verbietet das Begräbnis des im Kampfe gegen seinen eigenen Bruder Eteokles gefallenen Landesverräter Polyneikes. Dies widerspricht den griechischen Sitten und Bräuchen, trotzdem wird jeder, der sich dem Verbot widersetzt, zum Tode verurteilt. Polyneikes’ Schwester Antigone ist es jedoch egal, wie hart die Strafe ausfällt. Sie folgt ihrem Gewissen und sieht sich dazu verpflichtet, ihren Bruder zu bestatten, indem sie ihn symbolisch mit Staub bedeckt. Dabei wird sie erwischt und leugnet die Tat auch nicht, denn sie ist nur ihrem Glauben gefolgt, der ihr wichtiger war, als das Gesetz eines Sterblichen. Antigone wird zusammen mit ihrer Schwester zum Tode verurteilt, und nicht einmal Kreons Sohn und Antigones Verlobter Haimon kann Kreon von seiner Entscheidung abbringen. Haimon stirbt mit Antigone und ihrer Schwester, kurz danach stirbt auch Kreons Frau, und er bleibt “Alleinherrscher"...

In Kooperation mit der adk-ulm hat das Ulmer Theater wieder mal ein Stück auf die Beine gestellt, dass sich sehen lassen kann.
Allerdings ist die Darstellung der Antigone nicht besonders überzeugend. Man merkt wenig von ihrem Leid und dem Zwiespalt, indem sie sich befindet.
Ein großes Lob geht an die Bühne, die genauso eindrucksvoll ist wie Sophokles’ Stück selbst. Eine gelungene Mischung, die obwohl sie modern ist, einen nicht vergessen lässt, dass das Stück in der Antike spielt.

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