Spielzeit 2005/06 Ulmer Theater
(kona) - Am 22. September startet die neue Spielzeit des Ulmer Theaters in die letzte Runde mit dem überaus erfolgreichen Intendanten Ansgar Haag, dessen Ära nach 12 Jahren zu Ende geht.
Ansgar Haag und seinem Team ist es zu verdanken, dass es in Ulm ein sehr anspruchvolles Theater gab, ebenfalls wurden neue Besucherrekorde erzielte und die Zahl der Abonnenten ist fast an die magische Zahl 10.000 herangekommen. Im Großen und Ganzen waren es überaus erfolgreiche Jahre, in denen es jedoch auch Tiefpunkte und Zeiten gab, an denen das Theater regelmäßig ausverkauft war.
Dieses Jahr ist die 1. große Veranstaltung im Ulmer Theater am 17. September. Hier findet die Ulmer Kulturnacht im gesamten Haus statt.
Am 22. September ist Premiere des Stückes AIDA, eine Oper von Giuseppe Verdi in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Verdi schrieb sein mit Abstand populärstes Werk im Auftrag des Vizekönigs von Ägypten zur Eröffnung des Suezkanals. Doch der Triumphmarsch ist nur eines von sieben Bildern. Es ging Verdi nicht um eine monumentale historische Oper, denn trotz der Opulenz einzelner Bilder ist „Aida“ eigentlich ein Kammerspiel mit grandioser Musik. Im Zentrum stehen menschliche Beziehungen in Kriegszeiten: der Kampf zweier Frauen um die Liebe zu einem Feldherrn. Doch die Liebe verwirklicht sich erst im Tod. Packend zeichnet Verdi die Interessenkonflikte zwischen Politik und Gefühlswelt vor einer historisch wahren Geschichte: der Kolonialisierung Afrikas.
Am Samstag den 24. September geht es dann weiter mit „Schiller-Konzert“.
Zu Friedrich Schillers Jubiläumsjahr – er verstarb am 9. Mai vor 200 Jahre – soll daran erinnert werden, dass viele seiner Stoffe auch auf der Opernbühne Eingang gefunden haben. Komponisten wie Rossini, Donizetti, Fibich, Dvořák oder vor allem Verdi beigeisterten sich für die dramatischen Qualitäten in Schillers Dramen. Natürlich wurde für die Oper vieles vereinfacht, aber Schillers glühender Atem vermittelt sich auch unterlegt von den Klängen der Musik.
Mehr dazu auf http://www.theater.ulm.de
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