Petersburger Staatsballet - Schwanensee
() - Schwanensee ist das erste Balletstück des berühmten russischen Komponisten Peter I. Tschaikowski (1840-1893). Es
wurde am 11.1.2003 vom St. Petersburger Staatsballet im CCU aufgeführt.
Zu Beginn des Stücks feiert der junge Prinz Siegfried
seine Volljährigkeit. Mit seinen Freunden und den weiteren geladenen Gästen feiert er eine große Party. Nach einer gewissen Zeit, in der
freudig an seinem Fest teilnimmt, sucht er etwas Ruhe für sich und begibt sich an einen See.
An diesem See lebt ein böser Geist, der
Mädchen verborgen hält, die er in Schwäne verwandelt hat, und die nur um Mitternacht für eine Stunde ihre menschliche Gestalt annehmen
dürfen. Diese verzauberten Schwäne können nur durch die treue Liebe eines jungen Mannes zur schönsten von Ihnen, das ist Odette, von diesem
Zauber befreit werden.
Als der Prinz den See erreicht, findet er die Schwäne, von denen er aber nicht weiß, dass es
verzauberte Mädchen sind. Als die Mädchen um Mitternacht ihre menschliche Gestalt annehmen verliebt sich der Prinz in Odette und erfährt
von Ihr das Geheimnis des Fluchs, sowie die Möglichkeit davon erlöst zu werden. Der Prinz verspricht Odette die
Erlösung.
Der zweite Akt des Stücks beginnt mit der Fortsetzung des Festes zu Ehren des Prinzen. Auf Wunsch seiner Mutter
soll sich der Prinz an diesem Tag eine Braut suchen. Der Prinz verschmäht jedoch die anwesenden Frauen und möchte nur Odette. Plötzlich
erscheint der Zauberer mit seiner Tochter Odile, die die Gestalt von Odette angenommen hat. Der Prinz bemerkt dieses jedoch nicht, und
fällt auf die Täuschung herein. Damit hat der Zauberer sein Ziel erreicht und triuphiert, denn Siegfried hat sein Odette gegebenes
Versprechen nicht eingehalten.
Der dritte Akt wird damit eingeleitet, dass die traurigen Schwäne am Ufer des Sees versammelt
sind und alle Hoffnung auf eine Erlösung aufgegeben haben, weil der Prinz sein Odette gegenüber gegebenes Versprechen gebrochen hat.
Siegfried bemerkt die Täuschung und begibt sich verzweifelt zum See, wo er Odette um Verzeihung bittet. Der böse Geist versucht nun erneut,
die beiden voneinander zu trennen, in dem er alle bösen Kräfte der Natur beschwört. Selbst ein grosser Sturm, der den See über die Ufer
treten lässt, kann jedoch den Prinzen nicht zurückhalten und schließlich finden er und Odette zueinander und besiegen mit ihrer Liebe die
Zauberkraft.
Das St. Petersburger Staatsballet hat mit diesem Stück eine wahre Meisterleistung präsentiert. Die
Inszenierung, für die Viktor Korolkow verantwortlich zeichnete, bestach vor allem durch die brilliante Choreographie von Marius Petipa und
Lew Iwanow sowie die traumhaft schönen Kostüme. Die Tänzer brachten die jeweiligen Rollen sehr klar zum Ausdruck, dass auch Zuschauer, die
die Geschichte nicht oder nur ansatzweise kannten ihr trotzdem folgen konnten.
Vor allem das Liebespaar, jeweils von
verschiedenen Darstellern der Compagnie gespielt, sowie der Hofnarr, gespielt von Sergej Pacharew und Walerji Stepanow überzeugten das
Publikum, das auch den Rest der Tänzer am Ende des Abends nicht ohne tosenden Applaus entließ. Bravo!
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