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Kunsthalle Weishaupt: Hans Peter Reuter. Der Weg ins Blau


Neutralität, Zurückhaltung, Ruhe – die Farbe blau ist keine, die auftrumpft oder überrumpelt. Selbst, wenn sie die Übermacht hat, so wie in der Ausstellung „Der Weg ins Blau“, die aktuell in der Kunsthalle zu sehen ist.

Während, trotz des Titels, nur ein Teil der Werke durch die farbliche Ausrichtung verbunden ist, haben sie alle eines gemeinsam: Den Künstler Hans Peter Reuter, von dem sie stammen. Er zieht den Betrachter der Ausstellung bei zahlreichen Gemälden förmlich hinein in die dargestellte Umgebung. Besonders oft sind das hellblau geflieste Räume, die an Schwimmbäder erinnern. Aber auch bodenlose Bilder sind zu sehen, blaue Linien, die den Blick der Zuschauer lenken oder geometrische Formen, die im Nichts zu schweben scheinen.
Licht und Schatten setzt der Maler dabei nicht nur gezielt, sondern auch gekonnt ein. Ebenso spielt die Perspektive beim Betrachten vieler Bilder ein Rolle. Dabei fällt auf, dass die Bilder Personen generell vermissen lassen. Der Zuschauer ist der einzige Mensch in der Ausstellung und wird durch 3D-Effekte geradezu in manche Werke hineingezogen. 

Das unterstützt auch die Konzentration auf eine Farbe und deren Wirkung. Beruhigend und neutralisierend wirken die Werke, die Reuter oft mit Öl auf die Leinwand bringt. Bei manchen, wie dem übergroßen Teppich, der schon von Außen bei einem Blick auf die Kunsthalle gesehen wird, wird diese Wirkung auf die Probe gestellt: Ist blau noch beruhigend, wenn es so übermäßig erscheint? Gibt es zu viel Neutralität und Zurückhaltung? Fragen, die sich automatisch in den großen, mit blau gefüllten Ausstellungsräumen stellen.

Und bei der einzig nicht-blauen Serie Hans Peter Reuters, scheint es fast, als habe er sich die gleiche Frage gestellt. Ein „rotes Ding“ zieht sich durch diese Bilder, die erst im zweiten Stock der Kunsthalle Weishaupt auftauchen. „Rotes Ding in grünem Wald“, „Großer Wald mit roten Dingern“ oder „Das 22. Ding“ heißen diese Werke, in denen ein oder mehrere rote Wesen zu sehen sind. Ohne erkennbares vorne und hinten, ohne Kopf und Fuß erinnern sie mit wilden Auswüchsen mal an Pflanzen, mal an Menschen – aber vor allem an eines: Lebewesen. Während diese in der Wildnis, im Wald, noch frei und heimisch zu sein scheinen, wirken die Wesen in Räumen abgebildet fast schon gefangen und eingeengt.

Wie die „Dinger“ und die Farbe Blau auf euch wirken? Findet es heraus! Bis einschließlich 04. Mai ist die Ausstellung noch in der Kunsthalle Weishaupt zu sehen.

Und es sind übrigens nicht nur Bilder zu sehen, auch ein paar plastische Arbeiten sind dabei.
Für einen kleinen Aufpreis gehört auch der Zutritt zum Ulmer Museum mit der Sonderausstellung „Otl Aicher – Ordnungssinn und Dolce Vita, Fotografien der 1950er Jahre“ dazu.

Fotos: Pressebilder, VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Veröffentlicht in den Kategorien:Kultur, Region und Stadtgeschehen
Tags: Ausstellung, Blau, Galerie, Hans Peter Reuter, Kunst, Kunsthalle Weißhaupt, Museum, Reuter

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