Das Onlinemagazin "Team- Ulm" gibt Tipps für Partys und Events in Ulm und Umgebung. Mit rund 10 000 Besuchern pro Tag boomt die Seite. Dabei begann das Ganze als ehrenamtliches Projekt zweier Schüler. Ehrenamtlich ist es noch heute, aber etwas professioneller.
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Einer der beiden Gründer von Team-Ulm: Andreas Buchen-scheit. |
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Was geht heute Abend in Ulm? Wo ist die beste Party und welche Musik spielen sie da? Sehen und gesehen werden - von diesem Prinzip profitiert die "Team-Ulm"-Homepage, ein Party- und Cityguide für Ulm. Laut der Betreiber ist sie derzeit Ulms bestbesuchte Homepage - mit rund 10 000 Besuchern pro Tag. Neben Disco- und Partytipps wird auch auf Theatervorstellungen oder Ausstellungen hingewiesen. "Habe ich alles selbst programmiert", sagt Andreas Buchenscheit. Er ist einer der beiden "Team-Ulm"-Gründer, und der 21-Jährige Medieninformatik-Student hat sich seine PC- Kenntnisse selbst beigebracht. "Mit elf Jahren habe ich angefangen, zu programmieren."
Vor fünf Jahren haben Andreas und sein Freund Michael Reimann das Onlinemagazin gegründet. Beide gingen noch zur Schule und richteten eine Chatseite für Freunde ein. "Wir wollten das Internet ausprobieren und haben uns dort gegenseitig Partytipps gegeben. Plötzlich kamen über Suchmaschinen auch fremde Besucher," erzählt Andreas.
Was als ehrenamtliches Projekt begann, ist zur professionellen Seite gewachsen. "An meinem 18. Geburtstag habe ich mit Michael eine Firma gegründet, aber nur wegen der rechtlichen Absicherung," versichert Andreas. "Wir machen das nicht wegen des Geldes, sondern weil es Spaß macht." Reich werden Andreas und Michael nach eigenen Angaben mit "Team-Ulm" nicht. "Am Anfang haben wir sehr viel Geld in die Seite gesteckt. Jetzt kommt schon was bei raus, aber wir stecken alles wieder rein." "Team-Ulm" hat 60 ehrenamtliche Mitarbeiter, und allein Andreas steckt zwei bis drei Stunden am Tag in die Seiten. Um den Überblick zu behalten, sind die Mitarbeiter in Arbeitsgemeinschaften (AG) organisiert.
Da gibt es beispielsweise die AG Support. Die beantwortet Anfragen von Clubs und Nutzern, bearbeitet Verstöße und nimmt Fotos aus dem Netz. "Normalerweise fragen wir jeden, ob wir fotografieren dürfen. Falls sich doch jemand wegen eines Bildes beschwert, löschen wir es innerhalb von zwei Stunden", sagt Andreas. Die AG Marketing handelt Cooperationen mit den Clubs aus. "Unsere Mitarbeiter bekommen freien Eintritt, dafür kündigen wir ihre Veranstaltungen an und veröffentlichen Partyfotos."
Durchbruch mit Communix
Der Durchbruch kam im vergangenen Jahr im Juni mit der Communix, einer Plattform für angemeldete Besucher. Dort können sich die User kostenlos ihre eigene Homepage basteln, mit Buddyliste und Gästebuch. "Die Nutzer knüpfen hier schnell Kontakte. Einige Pärchen haben sich schon kennen gelernt. Man munkelt, es gebe sogar das erste Team-Ulm-Kind," sagt Andreas. "Die Communix war ein Sprung nach vorne. Momentan sind immer etwa 800 User online."
Im Januar war der Nutzeransturm so groß, dass die Server abstürzten. "Die Seite war vier Stunden offline. Danach konnte wir uns vor Anfragen kaum noch retten. Ich hatte 300 E-Mails innerhalb von fünf Minuten. So etwas haben wir nie erwartet." Das Problem mit dem Server haben die Jungs in den Griff bekommen. Sie haben aufgerüstet. In einem Nürnberger Rechenzentrum stehen jetzt zwei Hochleistungsserver.
Neue Projekte hat Andreas auch schon im Kopf. "Wir wollen eine Lifestyle-Rubrik einführen, den Locationguide erweitern und eventuell ein Onlinespiel einrichten."