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Maybebop begeistern im Roxy

(ma_fia) - Am vergangenen Freitag, dem 12.09. begeisterten Maybebop im Roxy die Menge! Den Auftritt hatte die Gruppe als ersten Preis beim Baden-Württemberger A-Cappella-Award gewonnen – anlässlich der Heimattage waren sie nun noch einmal in Ulm. Meine Damen und Herren, hier sind:
Lukas, der Mann mit dem Schalk im Nacken.
Oliver, der verschrobene Einzelgänger.
Jan, der Mädchenschwarm.
und Sebastian, der Mammutbaum unter den A-Cappella-Bässen.

Ein voll besetzter Saal erwartete die gut gelaunten Künstler; kurz vor Beginn mussten sogar noch zusätzliche Stühle gebracht werden, um allen einen Sitzplatz bieten zu können. Die meisten sahen die Band zum ersten Mal, waren also noch „Frischfleisch“, wie Sebastian anmerkte.
Wenn am Anfang der eine oder andere vielleicht noch etwas skeptisch war, verkehrte sich das nur wenig später ins Gegenteil. Ein Großteil des Publikums tauschte sich schon in der Pause zwischen erster und zweiter „Halbzeit“ über den Gig aus.

Es scheint, als hätten Maybebop die perfekte Mischung aus Coversongs und Eigenem gefunden, wobei selbst Gecovertes interpretiert wird. „Ein Lied muss nicht so bleiben wie es ist“, zeigen sie damit. „Genau das“, meint Lukas, „ist unsere Botschaft!“ Doch nicht nur solche Lieder erfreuten das Publikum, auch Songs wie beispielsweise „Seifenspender“ machten Stimmung und brachten die Leute zum Lachen – vielleicht, weil wir uns alle diese Frage schon einmal gestellt haben, warum es wohl so viele verschiedene Seifenspender auf öffentlichen Toiletten gibt? Wer weiß…

Als der junge Berliner später dazu aufforderte etwas nachzusprechen, waren die Zuschauer auch hier fröhlich mit am Start. Maybebop überraschen und verbinden viele Generationen, das wurde deutlich.
Knaller wie „Dancing Queen“ von Abba kamen natürlich sofort gut an. Sie zu erkennen war nicht schwer, im Gegenteil – man spürte zwar den Unterschied, kam sich aber trotzdem vor wie beim Original. Das Können der Band kam natürlich auch bei solchen anspruchsvollen Liedern zur Geltung – nur mit den Stimmen, ganz ohne Instrumente!

Man sah ganz deutlich, die Band hatte ihren Spaß. Erklärt auch den Namen, den Lukas sich und seinen Kollegen später gab. Sie seien eine Konzert-Band, sagte er. Ohne Auftritte könnten sie nicht, denn gerade dort hätten sie Spaß. „Im Fernsehen sein wäre schon auch mal toll. Aber nur so zu sein wie diese ganzen Boygroups, die ja eher selten Auftritte haben? Nein, das wäre nichts für uns. Wir leben von unseren Auftritten.“
Man kann also von Glück sprechen, dass die Maybebop-Sänger bei keinem der Boygroup-Castings engagiert worden waren, die sie vor ihrer gemeinsamen Karriere besucht hatten – wenngleich die „Boygroup-Tauglichkeit“ der vier Jungs bei einer kurzen Kostprobe mit begeistertem Kreischen aus dem Publikum quittiert wurde.

Über die Band

Seit bereits drei Jahren widmet sich die Gruppe ausschließlich ihrer Musik und verdient damit ihre Brötchen. Zum Proben treffen sie sich nicht extra, erklärt Lukas. „Bei circa 140 Konzerten im Jahr sehen wir uns sowieso vier bis fünf Mal die Woche. Wir üben, wenn wir uns sehen, und wenn wir uns dann mal nicht sehen, sind wir bei unseren Familien.“ Verständlich…Interessant ist auch, dass die Jungs bei ihren Liedern im Radio nicht wegschalten, sondern auf die Moderation warten. „Die kennen meist selbst wir noch nicht“, erklärt mein Interviewpartner Lukas.
Gecovert werden insbesondere die Lieder, die man noch nicht als A-Cappella-Version kennt. „Zu Smells like Teen Spirit von Nirvana z.B. hat schließlich jeder schon mal in der Disco abgetanzt. Lieder wie dieses finden wir klasse, die sind ein Teil von uns.“
Wer sowohl das Original dieses Klassikers kennt, als auch die Variante, welche die Burschen daraus machten, der merkt, dass ein Lied wirklich viele Seiten hat. Doch überbringen die eigenen Lieder auch eine Botschaft? „Nein, die meisten nicht. Das Einzige was wir mit ihnen zeigen wollen ist, dass Musik auch Qualität haben kann und nicht Konserve sein muss. Aber mit dem Lied „Auf mich herab“, in dem es ja um Komapatienten geht, wollen wir die Menschen auch ein bisschen abhärten. Aber sowas ist eher selten.“

„Noch eine letzte Frage, Lukas. Darf man Bilder von Euch veröffentlichen?“ Lukas antwortet grinsend:„Nur wenn sie gut aussehen.“ Klar, Jungs, Ihr seht doch immer toll aus…

Titelbild v.l.n.r. Olli, Sebastian, Lukas, Jan

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