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Gocoo - japanische Trommeln

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Mit etwas Skepsis

betrat ich am 30. Juni das Ulmer Zelt und wartete auf die Gruppe Gocoo (ausgesprochen Goku). Was würde mich die nächsten 2 Stunden

erwarten? Ich dachte an Geishas, die zu leiser, melodischer, ja sentimentaler Musik mit kleinen Handtrommeln tanzten, oder Männer, die in

typisch japanischer Kleidung mit einem Karate-Kid-Stirnband auf einer Bühne stehend eine Touristenshow abzogen.
Doch was mich erwartete,

übertraf all meine Vorstellungen!
Die Trommler liessen sich Zeit, so konnte ich die 30 großen Trommeln bewundern, die auf der Bühne

aufgestellt waren. Kurz nach 20 Uhr kamen die 12 Künstler auf die Bühne. Im Mittelpunkt stand die Lead-Drummerin und Bandgründerin Kaoly

Asano, die mit wehender "Mähne" ein richtiges "Trommelfeuer" einleitete und mich und bestimmt viele Besucher bezauberte und uns auf eine

Reise mitnahm. Jedes Stück versprühte seinen eigenen Zauber und ließ den Zuhörer in eine Welt seiner Vorstellungen und Illusionen abdriften

- eine Wanderung durch die Steppe Afrikas; das Erwachen des Regenwaldes am Morgen; die rauen Berge im Gebirge; um ein Feuer tanzende

Indianer; Samba in Brasilien; Technosound wie im Kinofilm Blade, aber natürlich auch japanische Klänge.
Die Zuhörer wurden nicht nur

durch die Impressionen mitgerissen, sondern auch durch die Musik und ihrer Mitwirkenden selber, die den Zuschauer durch die kraftvollen

Beats und energiegeladenen Grooves in Trance versetzten. Die Trommeln wurden mit so unglaublicher Kraft geschlagen, was man den zierlichen

Japanierinnen gar nicht zugetraut hätte, dass es einen Höllenärm gab, aber auch mit Feingefühl für leise Momente und mit einer

Synchronität, die man bei den schnellen Rhythmen nicht erwartete. Die 12 Trommler, 7 Frauen und 5 Männer, die durch den Didgeridoo Spieler

GoRu unterstützt wurden, spielten die Trommeln mit solch Enthusiasmus, Energie und Freude, dass der Funke aufs Publikum übersprang und zum

Tanzen anregte. Nach 2 Stunden, inbegriffen Zugabe, war dieses Musikerlebnis zu ende.
Gocoo wurde 1997 gegründet und haben sich auch

schon einen Namen ausserhalb der Landesgrenzen Japans durch etliche Tourneen, auch in Amerika, gemacht. Vor allem im asiatischen Raum

werden sie oft zu Techno- und Raveveranstaltungen eingeladen, um dort ihre Powermusik darzubieten.
Die Music von Gocoo ist zur Zeit

sogar in einem sehr erfolgreichen Kinofilm zu hören. Beim Aufeinandertreffen von Neo in Matrix Reloaded auf den Bodyguard des Orakels sorgt

Gocoo mit dem Titel Tea-House für die mystische Stimmung, die auch auf dem offiziellen Soundtrack zu hören ist.
Weiter Infos über Gocoo

sind unter www.gocoo.de zu erfahren.
Gocoo war ein unglaubliches Musikerlebnis, das

ich nicht missen möchte!

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