Endlich Jupiter!
(Frohike) - Auch für die Fans der Philharmonischen Konzerte ist die Zeit des Wartens endlich vorbei: Am 31. Oktober spielt das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm unter dem Taktstock von GMD James Allen Gähres sein erstes Philharmonisches Konzert der Spielzeit im Congress Centrum Ulm. Auf dem Programm stehen die 39. Sinfonie Es-Dur KV 543, das Oboenkonzert C-Dur KV 314 (Solist: Wolfgang Miller) und die 41. Sinfonie C-Dur KV 551 von Wolfgang Amadeus Mozart.
Mozarts Jupiter-Sinfonie kennen fast alle Hörer klassischer Musik. Dass er aber im Alter von 6 Jahren schon während seiner ersten Konzertreise durch Europa im Ulmer Münster die Orgel bei einem großen Konzert spielte, wissen meist nur Mozartkenner. Das Erste Philharmonische Konzert spricht sie alle an: Ob es nun die Meisterschaft im Umgang mit den formalen Gegebenheiten ist, oder die Vielfalt der Klangfarben, die eingängigen Melodien, oder einfach die Faszination der letzten Sinfonien Mozarts überhaupt, oder ob es nicht doch die perlende Virtuosität des Oboenkonzertes ist: Mozart unterhält, gefällt und lässt auch nach fast 250 Jahren noch Staunen.
Mit zwei seiner letzten Sinfonien ist Mozart auf dem orchestralen Gipfel seines Schaffens angekommen. Kaum zu glauben, dass er neben den drei letzten Sinfonien im Jahr 1788 unter anderem noch ein Klavierkonzert, ein Klaviertrio, ein Streichquartett, diverse Tänze und Divertimenti komponierte. Und darüber hinaus war er auch beruflich endlich an seinem Ziel, der Stelle als „k.k. Hofcompositor“, angekommen. Die wenigsten Werke dieses Jahres sind jedoch Auftragswerke – wie auch die Sinfonien nicht. Diese sind sogar ohne feste Aussicht auf eine Aufführung entstanden. Sie scheinen schon durch ihren tonalen Rahmen an Haydns jüngste Sinfonien als Hommage angelehnt, weisen aber deutlich in eine neue formale Richtung, dehnen die bekannten Grenzen aus.
Das Oboenkonzert in C-Dur ist eine kleine, im Laufe der Jahre kaum beachtete Kostbarkeit. Schon kurz nach seiner Entstehung wurde es von Mozart selbst auf Grund von Zeitmangel in die populärere Variante als Flötenkonzert in D-Dur umgearbeitet. Das autographe Material aus Mozarts Feder ging fast vollständig verloren. Auf der Basis des Flötenkonzertes wurde das Oboenkonzert wieder rekonstruiert.
Die klare konzertante Form, in der sich Orchester und Oboe die thematischen Bälle zuwerfen und die virtuose geläufige Oboenstimme, die dem Solisten einige Fingerfertigkeit abverlangt, machen es zu einem leicht verdaulichen Genuß für den Hörer.
Die Einführung zum 1. Philharmonischen Konzert durch GMD James Allen Gähres findet am Sonntag, 29.10.2006, bei freiem Eintritt um 11 Uhr im Foyer des Theaters Ulm statt.
1. Philharmonisches Konzert
Wolfgang Amadeus Mozart:
39. Sinfonie Es-Dur KV 543
Oboenkonzert C-Dur KV 314
41. Sinfonie C-Dur KV 551
Solist: Wolfgang Miller, Oboe
Dirigent: GMD James Allen Gähres
Termin: Dienstag, 31.10.2006, 20 Uhr, CCU
Karten (regulär: 32 € / 24 € / 16 €, ermäßigt: 16,75 € / 12,75 € / 8,75 €) unter 0731/1614444 oder unter theater.ulm.de)
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